Guter Rat

Die Blumenwiese im Garten: Nicht nur ökologisch ein Gewinn

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Blumenwiese

Die Blumenwiese im Garten:

Kaum zu glauben, aber wahr: Die Öko-Gemeinschaft „blühende Wiese“ hat sich zwar erst mit der Landwirtschaft ausgebildet (vorher war Deutschland dicht bewaldet), aber danach war unser Land Jahrhunderte voll mit Blumenwiesen.

Jetzt nicht mehr, die Flurbereinigung hat längst blumenlose Zeiten eingeläutet: Immer mehr Äcker mit Monokulturen bepflanzt, selbst der Ackergrenze mit seiner artenreichen Vielfalt regionaler Gräser und Blütenpflanzen wich der Flächennutzung bis zum letzten Zentimeter.

Magere Hungerzeiten für Bienen und andere Insekten – stellen Sie sich nur vor, Sie wären ein kleine Biene in einer weiten Landschaft eintöniger Mais- und Weizenfelder und Sie fänden ebenso wie die nebenan fliegenden Bienen nirgendwo auch nur eine Blüte mit Nektar … in den letzten Jahrzehnten sind so viele Insekten verhungert, dass sie um rund 75 % weniger geworden sind; die geschwächten, hungrigen Bienen wurden auch noch durch eine Virenkrankheit entscheidend dezimiert. Das bedroht auch die heimischen Singvögel, inzwischen ist großer Alarm ausgebrochen; doch die Agrarreform wird beredet und beredet und kaum umgesetzt.

Einfach „blühendes Grün“ oder bienenfreundliche Wildblumenwiese?

Es gibt zwei Arten von Blumenwiesen von grundsätzlich unterschiedlichem ökologischen Wert:

1. Die durch blühende Pflanzen „aufgehübschte“ Rasenfläche, deren Samen irgendwo im Laden erworben werden. Was sie Insekten in der ersten Zeit zu bieten hat, hängt von der Zusammensetzung des Saatguts ab, je mehr typische Zuchtblumen enthalten sind, desto weniger erfreuen die Blüten meist die Biene und andere Flügel-Tierchen. Ob das blühende Grün später Insekten beglücken kann, hängt vom weiteren Vorgehen ab … Wie Sie eine betretbare Rasenfläche durch Blüten bereichern oder zu einer Öko-Bienenwiese umpflegen, erfahren Sie zum Beispiel vom Gartenservice Huhn.

2. Die naturnahe Wildblumenwiese, die von vornherein korrekt und ökologisch zum Umfeld passend angelegt wird. Sie entsteht durch Ausbringung des passenden Saatguts auf einem mageren (nicht nährstoffreichen) Boden.

Tipps: So kommen Sie schnell zum schönsten Blütenmeer

  • Ggf. bestehende Bepflanzung entfernen, Boden lockern und ev. durch Sandzugabe abmagern.
  • Bis spätestens Juni zu Region und Umfeld passendes Saatgut ev. mit etwas Sand gemischt ausbringen, leicht einharken und mit Walze, Brett, großen Füßen etwas festklopfen.
  • Öko-Saatgut gibt es in vielen Gärtnereien, weitere Bezugsquellen listet z. B. der NABU
  • Folgende Arten einheimischer Blütenpflanzen lassen sich gut aussäen: Gemeine Schafgarbe (Achillea millefolium, weiße Blüten), Seifenkraut (Saponaria officinalis, blüht lila), Wilde Möhre (Daucus carota, grünlich-weiße Dolden), Gewöhnlicher Natternkopf (Echium vulgare, bildet kornblumenblau blühende Kerzen)
  • Wenn verfügbar, können Sie auch einfach abgemähtes Heu von einer artenreichen Wiese in der Nähe auf der geplanten Blütenfläche ausbringen
  • Eingesäte Fläche die nächsten vier bis sechs Wochen feucht halten.
  • Wenn die ersten Blüten verwelkt sind, mähen (nach der Einsaat zwischen Juli und September, in den Folgejahren Ende Juni und Ende August)

Anfangs ist in Bezug auf Blütenvielfalt ein wenig Geduld gefragt, denn abgesehen von den gerade genannten siedeln sich die regionalen Blühpflanzen auf einer echten Blumenwiese nur von selbst an. Nach und nach werden sch immer mehr Arten einstellen, Klatschmohn und Leimkraut, Rotklee und Kornblume, Gänseblümchen und Margeriten und Lichtnelken und viele mehr.

Haben Sie noch Fragen oder fehlt Ihnen die Zeit zum Anlegen einer Blumenwiese?

Gartenservice Huhn kann diese Tätigkeiten für Sie übernehmen.